28.10. - 1.11.2004
ART COLOGNE 2004, 38. Internationale Messe für Moderne Kunst
Mi. 27.10.2004 VERNISSAGE 17.00 Uhr – 21.00 Uhr
www.artcologne.de

RIOT FASHION (FASHIONSHOW)
21.00 Uhr Kölnmesse Halle 5 Eingang Auenweg

Die Kölner Modedesigner Pino Cervino, Ulrike Janich und Jochen Kronier stellen dem ART COLOGNE VERNISSAGE Publikum auf der RIOT FASHION IV ihre neuesten Kollektionen vor.
Auch dieses Mal werden die Inszenatoren Stefan Bohne und Bernd Rehse zusammen mit ihrem ARTheater-Team und dem Videokünstler Christian Keinstar einen Rausch aus Bildern, Szenen, Musik und Video präsentieren und die Verbindung von Show und Kunst, Performance und Vision weiter auf die Spitze treiben.


AFTERSHOW PARTY
ab 22.30 Uhr, Kölnmesse Halle 5 Eingang Auenweg

DJ HELL (Gigolo Rec./ Munich)
RICARDO VILLALOBOS (Perlon/ Cocoon/ Berlin - Ibiza- Chile)
ALEXANDER COLLIERE MULTHAUP (Karmarouge Rec./ Cologne)
VIDEOINSTALLATION: CHRISTIAN KEINSTAR





Konzept:

Die Geschichte des Avantgarde Kinos ist eng mit Jean-Luc Godard verbunden. Kaum jemand hat die moderne Videokunst und das heutige Kino so nachhaltig beeinflusst wie der französische Filmregisseur und Künstler, seine Filme gelten heute immer noch als richtungweisend. Er war einer der führenden Vertreter der Nouvelle Vague und der Auteur-Theorie. Beide Bewegungen wandten sich gegen die eingefahrene Bildsprache und stellten die auch heute aktuelle Frage nach dem geistigen Besitz. Mit dem Zitat: Film ist Wahrheit. 24 mal in der Sekunde, wird die Idee des Films radikal neu definiert und als politisch verstanden.

Die erstklassigen Besetzungen wie Brigitte Bardot, Michel Piccoli, Jane Fonda, Isabelle Huppert, Alain Delon kombiniert mit neuen, teils hektischen Schnitttechniken, Schrift-Inserts, Comic-Flashs, Interviews, kurzen Spielszenen, eigenwilliger Musikdramaturgie und sparsamen konzeptionellen Mitteln, schufen ein provokatives Experimentalkino ohne Grenzen und etablierten den Film endgültig als eine der sieben Künste. Zu den wichtigsten Werken gehören: „Die Verachtung" (1963), „Elf Uhr nachts" (1965), „Masculin - féminin" (1965) und „Weekend" (1968).

Im Rahmen der Riot Fashion Aftershow Party werden auf einer großen Leinwand (12 x 9 m) Filmfragmente und Loopdramaturgien aus den Jean-Luc Godard Filmen projiziert. Dabei wird respektvoll mit dem Material gearbeitet ohne bunten technoiden Partykitsch. Es werden starke Bilder benutzt und Querverbindungen in der Godard Filmdialektik aufgebaut, Gegenüberstellungen, Zeitlupen, Schrift-Inserts , Kommentare und Serielle Bezüge, Brüche. Der Videokünstler wird live-synchron auf das DJ Programm reagieren und die wechselnden Stimmungen auf dem Floor unterstützen, so dass eine permanente Kommunikation, Dichte und lebendige Intensität zwischen allen beteiligten Messebesuchern herrscht. Durch die technischen Möglichkeiten werden die Bilder eine beeindruckende Wirkung haben sowohl in der Größe als auch Komposition.