
Cover Me
14.06 - 05.07.2009
Einzelausstellung
Eröffnung am Sonntag den 14. Juni, 11.00 Uhr
geöffnet: Mi, Do, Fr. 17.00 - 19.00 Uhr, So: 14.00 - 17.00 Uhr
FUHRWERKSWAAGE Kunstraum e.V.
Bergstrasse 79, D-50999 Köln-Sürth
Tel: +49.2236.61049 Fax: +49.2236.967339
fuhrwerkswaage@t-online.de
Fuhrwerkswaage HP
Begrüßung: Jochen Heufelder - Kurator Fuhrwerkswaage Kunstraum e.V.
Einführung: Renate Puvogel - Kunstkritikerin
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog
Christian Keinstar verbrachte 2008 als Stipendiat des KUNSTSALON drei Monate in
der Villa Aurora/Los Angeles. Die zwei Kanal HD-Video Installation vorgestellt im
FUHRWERKSWAAGE Kunstraum, ist das Ergebnis des Aufenthaltes.
Einführungsrede von Renate Puvogel
Ein Artikel zu der Arbeit in Kölner Stadt-Anzeiger: www.ksta.de

Kalifornien ist das Land der Bilder, der Traumfabrik, aber auch der trockenen, endlosen Flussbetten und der tobenden Feuerstürme. Im Einklang scheinen Überfluss und Leere die Menschen zu prägen, die in blauen, verschwenderischen Swimmingpools gelassen auf „the next Big Thing“
warten. Diese 24 Stunden geöffnete Fassadenlandschaft schimmert endlos als Projektion auf den Windschutzscheiben von L.A. und ist längst ein Imitat ihrer selbst geworden. In dieser nach außen gestülpten Megacity, dieser Exopolis, malte David Hockney seine berühmte Swimmingpool Serie.
Die die Stadt umgebende, menschenfeindliche Wüste ist existenziell und genauso elementar wie der Kampf der Menschen gegen die Feuer der Region. Mit einer Löschchemikalie malerischer Färbung verteidigen spektakuläre Löschflugzeuge den amerikanischen Lebenstraum. Die Feuerwehr ist längst der wahre Star in Malibu. Jede Rettungsaktion hinterlässt unzählige rote Schwimmbecken, die anschließend von billigen mexikanischen Arbeitern mit Hektolitern von Wasser aus 1000 Meilen entfernten Reservoirs selbstverständlich erneuert werden.
“Cover Me” greift diese Aspekte auf, entfremdet sie in einer aufwändigen Produktion und verschmelzt diese Abläufe in der 50 Grad heißen Wüste. Einflüsse aus der Landart, Whitecube-Dilemma und dem angrenzenden Hollywood stehen in einem spannenden Kontrast zueinander. Die absurde Platzierung des Swimmingpools in der Einöde, das lärmende Befüllen mit dem Airtanker und die ungewöhnliche Farbigkeit verleihen der Performance eine entrückte, psychedelische Stimmung.
Das Projekt begleitet eine Reihe von Fotoarbeiten, mit Focus auf die malerische Komponente des durch die Luft fliegenden gefärbten Wassers.
English Text Version
(c) 2009 Ch. Keinstar